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Pfarrgarten
Direkt an das Areal des alten Pfarrhauses der Kirchengemeinde St. Michael schließt sich der Pfarrgarten an. Doch dort, wo früher die fleißigen Hände der Pfarrhaushälterinnen für frisches Obst und Gemüse auf dem Tisch des Pfarrhauses und für bunten Blumenschmuck für die Kirche sorgten, da befand sich bis vor wenigen Jahren ein etwas verwildertes und verwahrlostes Gelände. Dies nahm der Pfarrgemeinderat unter Anregung von Herrn Pfarrer Hufsky und Herrn Dr. Molitor im Frühjahr des Jahres 1997 zum Anlass, um eine Neugestaltung des Gartengeländes anzuregen. Ziel war es, den Garten im Jahr 1999 anlässlich des 250. Geburtstages des Kirchbaus in neuer Gestaltung zu präsentieren und der Gemeinde zur öffentlichen Nutzung anzubieten. Studenten des Fachbereichs Landespflege der Fachhochschule Wiesbaden am Standort Geisenheim haben unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Grit Hottenträger das Gelände vermessen und im Juni 1997 die Entwürfe für eine Neugestaltung der Gemeinde vorgestellt. Auf dieser Grundlage entstand schließlich ein Ausführungsplan, der unter Leitung des Garten- und Landschaftsbau-Ingenieurs Peter Keßeler in die Tat umgesetzt wurde. Im Frühjahr 1998 begannen die ersten Arbeiten. Durch das Fachpersonal der Firma Keßeler wurden neue Wasser- und Stromanschlüsse gelegt, das Grobplanum hergestellt und Teilarbeiten wie beispielsweise Maurerarbeiten, Anfertigung und Installation des Geländers, Setzen der Treppenstufen und Verputzen der Wand zum Nachbargelände durchgeführt. Alle sonstigen Arbeiten wurden von Mitgliedern der Pfarrgemeinde in Freizeitleistung erbracht. Dazu gehörten das Fundament für den Platz unter der Pergola, welches in mühevoller Handarbeit ausgegraben wurde und alle entsprechenden Maßnahmen bis zur Pflasterung des Platzes mit Basaltpflaster. Bis zum Pfarrfest im Juni 1999 war die obere Ebene des Pfarrgartens fertiggestellt, die Bruchsteinmauer zwischen den beiden Ebenen ergänzt, die Treppen mit Sandsteinstufen fertiggestellt, die Wege mit Besunger Kies befestigt, die Rollstuhlrampe befahrbar. Noch am Vortag des Pfarrfestes wurde der Mietergarten und der Bereich der oberen Ebene mit Rollrasen ausgelegt und die ersten Pflanzen gesetzt, so dass dieser Bereich am Pfarrfest der Gemeinde stolz präsentiert werden konnte. Im Laufe des Jahres wurden für den Pergolasitzplatz 2 Gitterbänke geliefert und einbetoniert. Im unteren Bereich wurde ein weiterer Platz mit Basaltpflaster gepflastert, der später als Grillplatz dienen soll. Der Rasen im unteren Bereich wurde im Herbst eingesät. Neben dem Grillplatz wurde im Frühjahr 2000 ein Gerätehaus aus Holz aufgestellt. Die Pergola wurde im Sommer 2000 aufgestellt. Als vorerst letzte Aktion wurde ein 2-flügeliges Verbindungstor mit Rundbogen zwischen Pfarrgarten und Friedhof installiert. Somit war das Projekt "Pfarrgarten" vorerst abgeschlossen, und nicht ohne Stolz feierten die etwa 20 freiwilligen Helfer im August 2000 ein erstes Fest im neuen Pfarrgarten, der in fast 600 ehrenamtlichen Arbeitsstunden zum einladenden Pfarrgarten für die ganze Gemeinde geworden war. Inzwischen treffen sich hier die Kinder vor den Kommunion- oder Messdienerstunden zum Bolzen und Ballspielen und gerne wird der Garten von Erwachsenen genutzt, um sich die Zeit vor der Gesangstunde oder sonstigen Veranstaltungen im Pfarrheim zu vertreiben. Wunsch von Pfr. Hufsky war es, als Verbindung vom Pfarrgarten zum Friedhof einen Durchgang in Form eines kleinen "Kapellchens", in dem Opferkerzen entzündet werden können, zu schaffen. Diese Idee soll noch in die Tat umgesetzt werden. (Text: Rita Rohrka)
(Aufnahmen: Doris Korn 1999)
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