750 Jahre Stephanshausen


Im Jahr 2000 wurde Stephanshausen mindestens 750 Jahre alt. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück und zwar im sogenannten "Jüngeren Bolander Lehnsbuch":
"Item Hermannus de Waldekken quicquid in Stevenshusen habet" = Hermann von Waldeck [hat von den Herren von Bolanden zu Lehen], was er in Stephanshausen besitzt.
(Original des Bolander Lehnsbuch: Hessischen Hauptstaatsarchiv; Abt. 3004 C 33).

Heute noch deutlich sichtbare Zeichen, wie die in den Wäldern um Stephanshausen bekannten Hügelgräber und die Überreste einer Ringanlage auf dem Zwirnwald aus der Keltenzeit belegen, daß die ursprüngliche Besiedelung zeitlich noch viel weiter zurückgehen muss. Allerdings ist offen, ob es sich dabei um eine durchgehende Besiedelung gehandelt hat.

Der ursprüngliche Name Stevenshusen, heute Stephanshausen, leitet sich einerseits vom Grundwort -husen (= -hausen) und das Bestimmungswort "Steven-" vermutlich von dem Namen Stephen oder Stephin (=Stephan) ab. Urkundlich belegt ist, dass unter den Lehnsnehmern derer von Waldeck es auch solche mit diesen Namen gegeben hat.

Aus Anlass des 750-jährigen Jubiläums fanden im Jahr 2000 eine Reihe von Veranstaltungen statt, die von den Ortsvereinen durchgeführt werden. Außerdem wurde eine Chronik von Stephanshausen erstellt. Schirmherr des Jubiläums war Karl Graf Matuschka-Greiffenclau, dessen Familie 250 Jahre lang das Patronat der Kirchengemeinde innehatte und vorher bereits den Ort über lange Zeit zum Lehen besaß.


Nennungsurkunde

Gedenkmünze


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